Eiskalt erwischt

Wenn die Tageszeiten kürzer werden und die Temperaturen draußen sinken, beginnt die Erkältungszeit. Der Hals fängt an zu schmerzen, die Nase läuft und zu allem Überfluss gesellt sich dann auch noch Husten dazu. Die Erkältung wird in erster Linie von Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei- bis dreimal im Jahr, Kinder deutlich häufiger. Die Patienten fühlen sich matt, fröstelig und abgeschlagen, Kopf- und Gliederschmerzenbeeinträchtigen das Wohlgefühl.

Allgemeine Ratschläge

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, aber nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Bei Husten und Schnupfen sollte man viel Wasser, Fruchtsäfte und Tee trinken, um den Schleim flüssig zu halten und einen Flüssigkeitsverlust des Körpers durch Schweiß, Tränen- oder Nasenflüssigkeit auszugleichen, insbesondere bei kleinen Kindern. Inhalationen können helfen, die Schleimhäute anzufeuchten und vom Schleim zu befreien. Auch Halsschmerzen und Husten können durch diese Befeuchtung gelindert werden. Hilfreich ist auch das Gurgeln mit warmem Salzwasser.

Schulmedizinische Behandlung

In der Regel wird zu abschwellenden Nasensprays geraten, aber auch zu schmerzlindernden Medikamenten (z. B. Ibuprofen, Paracetamol, Aspirin). Aber Achtung: Fiebersenkende Schmerzmittel können den akuten Prozess allerdings auch verschleiern, so dass es zu einer plötzlichen Verschlechterung kommen kann, die dann oftmals Antibiotikagaben notwendig macht.

Warum Antibiotika häufig überflüssig sind

Ist das Sputum (der Auswurf) gelb- oder gelbgrün, besteht ein Hinweis auf bakterielle Besiedelung und es werden in der Regel Antibiotika verordnet. In neuesten Studien belegen britische Forscher jedoch, dass Antibiotika bei Bronchitis mit gelblichen oder grünlichem Auswurf unwirksam sind¹. Auch ließ sich die Verfärbung des Sputums nicht mit der Schwere der Infektion in Zusammenhang bringen. Bei allen untersuchten Patienten kam es nach
sieben Tagen zu einer Verbesserung der Symptome, unabhängig davon, ob Antibiotika eingenommen wurden oder nicht.

Eine Studie, die in Allgemeinpraxen durchgeführt wurde, ergab, dass 56 Prozent der Patienten mit akutem Husten gelblich oder grünliches verfärbtes Sputum hatten, wobei lediglich bei einem Fünftel von ihnen ein bakterieller Erreger nachgewiesen werden konnte.² Dies hängt damit zusammen, dass die gelbe Verfärbung im Rahmen von Atemwegsinfekten unter anderem durch die Freisetzung eines körpereigenen Enzyms entsteht, das bei Entzündungsprozessen gebildet wird³.

Warum Homöopathie?

Eine individuelle Behandlung der Erkältungssymptome hilft, die Lebenskraft zu aktivieren und eine Stabilisierung des Immunsystemszu erreichen, so dass es wesentlich seltener zu Komplikationen und einer Vertiefung der Erkrankung kommt. Durch die Gabe eines homöopathischen Arzneimittels bessert sich das Allgemeinbefinden meistens rasch. Abgeschlagenheit und Mattigkeit verschwinden und die Erkältungssymptome werden deutlich reduziert oder als nicht mehr so störend empfunden. Frühzeitig behandelt, kann der Infekt sogar abgewendet werden.

Individuelle Behandlung

Erkältungen zeigen sich bei fast allen Patienten mit allgemeinen Beschwerden wie Halsschmerzen, Schnupfen und Husten. Der homöopathische Blickwinkel ist darauf gerichtet, zu erfassen, wie der Patient seine Beschwerden empfindet und wie stark er unter ihnen leidet. Wir beobachten, wie er mit seinen Beschwerden umgeht, was er unternimmt, um Linderung zu erhalten, was er vermeidet. Es gibt Halsschmerzen rechts, links oder beidseitig. Die Nase kann beidseitig oder einseitig verstopft sein. Die Halsschmerzen können brennen, stechen oder der Hals fühlt sich an wie wund. Bei einem Patienten ist die Erkältung aufgetreten, nachdem er im Regen nach Hause gegangen ist und sich verkühlt hat, ein anderer hat sich durch Zugluft erkältet. Die einen möchten am liebsten den ganzen Tag warmen Tee trinken, die anderen lutschen Eiswürfel…

Die tatsächlichen Symptome sind so unterschiedlich wie jeder Einzelne. Deshalb wird jeder Patient auch ein speziell für ihn ausgewähltes homöopathisches Arzneimittel bekommen. So individuell wie er selbst.

Homöopathie ist eine alternativmedizinische Erfahrungsmedizin. Sie beruht auf Erfahrungen aus über 200 Jahren angewandter Praxis. Es gibt noch keine anerkannten naturwissenschaftlichen Nachweise darüber, wie sie wirkt.

Quellenangabe:

¹ Ärzte Zeitung vom 30.09.2011, © Sylvia King / panthermedia
² Eur Respir J 2011; 38; 119
³ Homöopathie Zeitschrift, III/11; Friederike Malik

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