Was ist Migräne?

Unter Migräne verstehen NeurologInnen anfallsweise wiederkehrende Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen treten in der Regel einseitig auf. Häufig wechselt die Seite der Kopfschmerzen von einem Migräneanfall zum nächsten oder sogar während einer Attacke. Auch beidseitiger Schmerz zur gleichen Zeit kommt vor. Der Anfall dauert unbehandelt zwischen vier und 72 Stunden und hält bei den meisten Migränekranken einen Tag an. Der Anfall wird oft von weiteren körperlichen Symptomen begleitet. Zum Beispiel:

  1. Vorübergehende neurologische Ausfälle bis hin zu Lähmungen, Seh- und Gleichgewichtsstörungen
  2. Übelkeit und Erbrechen
  3. Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit
  4. Appetitlosigkeit
  5. Durchfälle
  6. Frösteln
    Nach der Attacke fühlen sich die meisten Migränekranken völlig erschöpft, müde und können sich nicht richtig konzentrieren.

Aura

Bei vielen PatientInnen kündigt sich eine Migräneattacke mit einer sogenannten Aura bis zu drei Tagen vor dem Schmerz an. Die Boten sind oft Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit oder Traurigkeit, Heißhunger und Sehstörungen.

Schmerz

Ein Migräneanfall ist ein sehr komplexes Geschehen, dass noch nicht vollständig erforscht ist. Es wird angenommen, dass die Nervenzellen im Gehirn aus unterschiedlichsten Gründen innerhalb kürzester Zeit eine Überdosis Hormone/Botenstoffe produziert. Als Gegenreaktion beginnt der Körper, die Überdosis der Botenstoffe abzubauen. Und zwar so heftig, dass schließlich zu wenig Botenstoffe übrig bleiben. An den Gefäßen entstehen kleine Entzündungen, die den Schmerz im Kopf verursachen. Es dauert bis zu drei Tagen, bis der Organismus diese Reaktionen wieder ins Gleichgewicht gebracht hat. In dieser Zeit fühlen sich viele Menschen sehr erschöpft.

Diagnose

Damit die Diagnose gestellt und von anderen Kopfschmerzerkrankungen unterschieden werden kann, ist es hilfreich ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Wichtig sind z.B. folgende Punkte:

  • Wie oft treten die Schmerzen auf?
  • Wie lange halten sie an?
  • In welchen Situationen treten die Schmerzen auf?
  • Treten noch andere Beschwerden auf?
  • Zu welcher Tageszeit sind die Schmerzen da?
  • Gibt es Übelkeit und Erbrechen?

Unterschieden werden muss die Migräne von:
Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Kopfschmerzen durch erhöhten Blutdruck oder z.B. Stoffwechselerkrankungen.

Auslöser

Besonders häufige Auslöser von Migräneattacken sind plötzliche Veränderungen des normalen Lebensrhythmus. Also am Wochenende, zu Beginn des Urlaubs oder auf Reisen. Aber auch Stress, Aufregung, Überarbeitung, Zeitdruck im Alltag und in den Entspannungsphasen danach, ungewöhnlich starke körperliche Belastungen, zu wenig oder zu viel Schlaf, Medikamente oder Wetterumschwung.

Schulmedizische Behandlung

Sie erfolgt hauptsächlich durch Mittel gegen Übelkeit und freiverkäufliche, apothekenpflichtige Schmerzmittel oder Triptane (können den Blutdruck erhöhen!).
Treten die Schmerzanfälle häufiger als 7 x im Monat auf, raten die meisten ÄrztInnen vorbeugende Medikamente wie Betablocker einzunehmen.
Um zu verhindern, dass ein so genannter medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch zu häufigen Schmerzmittelgebrauch) auftritt, sollten die Mittel nicht häufiger als 10 x im Monat eingenommen werden.

Das können Sie selber tun

  • Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlaf- und Wachrhythmus!
  • Meiden Sie Ihre persönlichen Stressauslöser!
  • Lernen Sie das Autogene Training!
  • Meiden Sie starke Temperaturveränderungen (Sauna)!
  • Achten Sie auf sehr regelmäßige Essenszeiten!
  • Treiben Sie regelmäßig Ausdauersport!
  • Sagen Sie NEIN, wenn Sie nein meinen!

Homöopathische Behandlung

Da die Beschwerden bei MigränepatientInnen sehr individuell sind, wird „Ihre“ Migräne in einer ausführlichen Anamnese aufgenommen und ein homöopathisches Arzneimittel, das zu Ihren Schmerzen „passt“, verschrieben.
Das Ziel der homöopathischen Behandlung ist nicht unbedingt eine schnelle Schmerzfreiheit bis zur nächsten Attacke, sondern eine Umstimmung der Lebenskraft. Oft treten die Attacken im Laufe der Behandlung seltener auf, halten nicht so lange an und werden immer weniger intensiv.
Das ausgewählte, auf Ihre Beschwerden abgestimmte “Konstitutionsmittel” kann oft zu Beginn eines Anfalls wiederholt werden, oft kann es den Anfall verhindern. Eine wunderbare, nebenwirkungsfreie Alternative zu Schmerzmitteln, die auch noch chronisch und anhaltend wirkt!

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