Heiße Zeiten

Was passiert während der Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind eine ganz natürliche Phase. Die erniedrigte Hormonproduktion in den Eierstöcken ist ein vollkommen normaler Zustand und nicht die Folge „kranker, erschöpfter“ Eierstöcke. Die Schwankungen im Hormonhaushalt in den Jahren und Monaten vor dem Ausbleiben der Blutungen sind wahrscheinlich der Grund dafür, dass manche Frauen verstärkt Beschwerden wie etwa Stimmungsschwankungen verspüren. Aus den „Tagen vor den Tagen“ kennen viele Frauen diese bereits zur Genüge. Während der Wechseljahre, wenn insgesamt weniger Hormone produziert werden, passiert ähnliches.

Je nach Frauentyp kann die Talfahrt der Hormone verschiedene Auswirkungen haben. Die Stimmungsschwankungen äußern sich dann Z. B. in Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, allgemeiner Unzufriedenheit, Traurigkeit oder depressiven Verstimmungen. Weitere Symptome der beginnenden Wechseljahre sind Kopfschmerzen, Schlafstörungen, trockene Schleimhäute, unregelmäßige Blutungen, Libidoverlust, möglicherweise Harninkontinenz und wiederkehrende Blasenentzündungen.

Der Klassiker: Hitzewallungen

Hitzewallungen sind das charakteristische Symptom der Wechseljahre. Sie setzen oft ganz plötzlich mit einem intensiven Hitzegefühl ein, das häufig im Gesicht beginnt. Von dort aus breitet sich die Hitze über den ganzen Körper aus. Sie kann den ganzen Körper erfassen, die Körpertemperatur steigt an, es können sich Hautrötungen zeigen, der Puls kann sich beschleunigen und bei manchen Frauen kann es zu Schwindelgefühlen kommen. Nicht selten entwickeln Frauen während der Wechseljahre einen Bluthochdruck.

Hitzewallungen während der Wechseljahre sind meist auch mit heftigen Schweißausbrüchen verbunden, die das Wechseln der Kleidung nötig machen. Viele Frauen berichten auch von einem Gefühl der Kälte und des Fröstelns im Anschluss an die Hitzewallungen. Manche fühlen sich dann körperlich erschöpft und müde.

Schlafstörungen

Häufig kommt es auch zu Schlafstörungen. Das Ein- und Durchschlafen kann zum Problem werden. Auf Dauer führt dies nicht nur zu einem Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit, auch das seelische Gleichgewicht kann ins Wanken geraten. Zusätzlich kann die Anfälligkeit für Infekte steigen.

Hormonersatztherapie

Frauen machen mit der Einnahme von Hormonen unterschiedliche Erfahrungen. Das liegt an ihren individuellen körperlichen und seelischen Voraussetzungen und ihrer jeweiligen Reaktion auf die von außen zugeführten Hormone. Die Hormone unterdrücken den Wechsel und mildern oder beseitigen die Beschwerden. Erwiesenermaßen helfen sie gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Trockenheit der vaginalen Schleimhaut.

Alle anderen Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Vergesslichkeit, Schwindel, Reiz- und Ermüdbarkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall, Libidoverlust können sich bessern, müssen es aber nicht. Es hat sich mittlerweile sogar gezeigt, dass die Hormonbehandlung einige Beschwerden, auf die sie einen positiven Einfluss haben sollte, wie z. B. Herz-Kreislauferkrankungen, Blasenschwäche, Gedächtnisleistungen, kognitive Fähigkeiten [unter kognitiven Fähigkeiten versteht man die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Informationen, daraus Erkenntnisse abzuleiten und Verhaltensänderungen durchzuführen sowie die Speicherung von Erinnerungen]
und Demenz, verschlechtert.

Aufgrund zahlreicher Studienergebnissen haben Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Arzneimittelkommission der Ärzteschaft und die AOK folgende Leitlinien herausgeben:

  • Hormone sollten nur bei sehr starken Wechseljahresbeschwerden, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, nach Ausschluss von Risikofaktoren, so kurz wie möglich (6 Monate bis max. 2 Jahren) und so niedrig dosiert wie nötig genommen werden.
  • Zur Behandlung der vaginalen Trockenheit sind lokale Anwendungen, wie Cremes, zu bevorzugen. Die Patientin soll in die Entscheidung, ob sie Hormone nimmt oder nicht, mit eingebunden werden.

Risiken der Hormonbehandlung

Die Hormonersatztherapie erhöht das Risiko, an Thrombosen, Schlaganfall, Herzinfarkt und Brustkrebs zu erkranken und sie belastet die Leber. Außerdem wird das Risiko von Gallenblasenerkrankungen, auch Gallenblasenkrebs, erhöht.

Das arznei-telegramm ®, das seit über 40 Jahren zum Thema informiert und die Veröffentlichungen zur Hormonersatztherapie kontrolliert, kommt zur der Ansicht, dass sie zur Prävention chronischer Erkrankungen beim derzeitigen Kenntnisstand nicht zu rechtfertigen ist (a-t 2012; 43: 92-3).

Chancen der homöopathischen Behandlung

Die Konstitution eines Menschen spielt bei der Behandlung mit klassischer Homöopathie eine wichtige Rolle. Mit ihr werden wir geboren und sie ist bei jedem Menschen anders. Gerade während der Wechseljahre macht sich das deutlich bemerkbar. Einige Frauen wirft so schnell nichts um, während andere bereits auf harmlose Geschehnisse des Alltags stark reagieren. Obwohl die Konstitution eines Menschen angeboren ist, reagiert sie doch auf äußere Einflüsse und sie verändert sich im Laufe des Lebens.

Jeder Wechsel ist jedoch auch eine Veränderung. Die homöopathische Behandlung bietet die Möglichkeit, die innere Stabilität während der Wechseljahre zu erhalten oder wiederherzustellen. Sie hilft Frauen, die zweite Lebenshälfte mit neuer Lebensfreude anzugehen und bietet dadurch eine Chance, sich neu zu orientieren und noch einmal neu durchzustarten.

Homöopathie ist eine alternativmedizinische Erfahrungsmedizin. Sie beruht auf Erfahrungen aus über 200 Jahren angewandter Praxis. Es gibt noch keine anerkannten naturwissenschaftlichen Nachweise darüber, wie sie wirkt.

Hier könnte Ihr
Partnerlink stehen.